Zukunftsorientierte Bildung braucht einen Wandel 

„Von der Belehrung zur Berührung“

nach Gerald Hüther

=Wenn du einen anderen Menschen nicht innerlich berühren kannst, kannst du gar nichts.=

 Belehrungen gehen nur in den Kopf und an der Ohren wieder heraus. Beim Lernen muss es unter die Haut gehen. Das geht nur durch innerliche Berührung. Durch sie kommen Menschen wieder in Kontakt mit ihrer Lebendigkeit, Entdeckerfreude, Gestaltungslust, Sinnlichkeit, Achtsamkeit und Mitgefühl.

Innerlich berühren kann der Lehrinhalt oder die Lehrperson. Im optimalen Fall beides zusammen.  Das ist dann wahre Ganzheitlichkeit.

Der Lehrinhalt berührt nur, wenn er auf sinnliche Art und Weise lebendig erlebt werden kann und begeistert.
Die Lehrperson berührt nur, wenn das was berühren soll, sie selber berührt hat, denn

„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“

Dabei geht es um mich als Vorbild, um meine Authentizität. 
Menschen spüren sofort, ob das was ich sage oder tue wirklich aus dem Herzen kommt oder nicht.
Hier entscheidet sich sehr schnell, ob sie sich als Subjekt gesehen fühlen oder als Objekt meiner Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen.

Und das macht einen wesentlichen Unterschied. 

Wer schon in früher Kindheit und darüber hinaus als Objekt den Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen von Erwachsenen ausgesetzt war, hat gelernt sich von seinen eigenen Bedürfnissen zu trennen. Von da an bleiben die Menschen dauerhaft „Bedürftige“. (Gerald Hüther)

Welche Auswirkungen das hat, sehen wir jeden Tag. 

Bedürftige sind gute Konsumenten

„Wenn wir von der Zerstörung des Planeten wegwollen, brauchen wir Menschen die es nicht mehr nötig haben sich was zu gönnen, weil es ihnen normalerweise schon gut geht und ihnen das Leben und die Arbeit Spaß macht“ (Gerald Hüther)


Bedürftige verlieren die Freude am Lernen

=Wer die Freude am Lernen verliert, verliert die Freude am Leben, am lebendig sein=

Das werden wir im 21. Jahrhundert ändern müssen, denn mit lauter Halbtoten werden wir das 21. Jahrhundert nicht überleben.
(Gerald Hüther)

Zukunftsorientierte Bildung kommt nicht ohne innerliche Berührung, sowohl vom Lehrinhalt als auch von der Lehrperson, aus. 

Gerald Hüther, Dr. rer. nat. Dr. med. habil.,  zählt zu den bekanntesten Hirnforschern Deutschlands. Er versteht sich als Brückenbauer zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlicher bzw. individueller Lebenspraxis. Sein wichtigstes Ziel ist es, günstige Voraussetzungen für die Entfaltung von Potenzialen zu schaffen. 
Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Akademie zur Potenzialentfaltung, schreibt Sachbücher, hält Vorträge, organisiert Kongresse und arbeitet als Berater für Politiker und Unternehmer. 

Als Pädagogin bin ich an vielen Stellen immer wieder mit Gerald Hüther in Berührung gekommen und er hat mich im wahrsten Sinne des Wortes stets berührt. Seine liebevolle Art menschliche Entwicklung wissenschaftlich zu erklären und gleichzeitig durch Beispiele aus dem Leben, lebendig werden zu lassen, ist für mich einzigartig und besonders.
Seine Begeisterung für den nötigen Wandel in der Bildungslandschaft nimmt mich mit und spricht mir aus dem Herzen. Er kann wissenschaftlich erklären, was ich als Pädagogin und Mensch im innersten fühle und lebe. Seine wissenschaftliche und menschliche Sicht auf die gesunde Entwicklung von Kindern, vom Menschen an sich und auf das natürliche Lernen, ist eine wichtige Grundlage meiner Arbeit als Wildnispädagogin. Hier werden die Philosophien und Methoden der Wildnispädagogik unterstützt und bestärkt.

"Die zukünftige Gesellschaft benötigt Menschen, die in der Lage sind Probleme zu lösen.
Wie sollen unsere Kinder diese Herausforderung meistern, wenn ihr Betriebssystem auf Funktionieren-müssen und eigener gefühlter Wertlosigkeit beruht?"
(Gunda Frey)